„Weihnachtsfest im Swingerclub“ von Denise R. Leitner, Saskia Pasión, Stephanie Doreen Rosenberger und Florella Sander

WeihnachtsfestEin gelungenes, lustvoll-erotisches Gemeinschaftsprojekt „Weihnachtsfest im Swingerclub“ von Denise R. Leitner, Saskia Pasión, Stephanie Doreen Rosenberger und Florella Sander

Der Inhalt

Zum Weihnachtsfest treffen sich vier Gruppen von Pärchen und Singles in dem Swingerclub „Hüttengaudi“. Schon im Vorfeld gibt es Spannungen innerhalb und zwischen den Gruppen – aber auch den Willen Aller sich dem erotischen Vergnügen hinzugeben. Und es passiert viel be-swingtes an diesem Abend … und endet auch rundum in einem Happy-End!

Meine Empfehlung

Aus verschiedenen Blickwinkeln, in 24 verschiedenen (Adventskalender-) Teilen werden die Begebenheiten im Club erzählt – trotzdem gelingt es dem Autorinnenteam dieses dem Leser als ein in sich geschlossenes Gesamtwerk zu präsentieren. Im Untertitel bezeichnen die Autorinnen dies als „Daily Sex Soap“, dies schlägt sich sowohl in der episodenhaften Struktur der Geschichte, aber auch in der Behandlung der „gruppendynamischen Prozesse“ der Protagonisten wieder. Es liest sich sehr leicht, immer mit einem Schmunzeln auf den Lippen, aber nichtsdestoweniger kommen auch immer die erotischen Aspekte nicht zu kurz. Das Ambiente des Swingerclubs ermöglicht es den Autorinnen außerdem  ein sehr breites Spektrum lustvoller Eskapaden auszuführen, was den Spaß am Lesen noch erhöht. Ich habe das Buch bis zum Ende nicht weggelegt, die Spannung wie es weitergeht und was noch (mit wem) passieren wird war einfach zu groß.

Abschließend bin ich froh, geduldig genug gewesen zu sein, „nur“ das Gesamtwerk am Stück zu lesen, das Warten auf die jeweils neuen Teile in der letzten Adventszeit wäre schwer geworden. Übrigens spielt die Weihnachtszeit an sich nur eine untergeordnete Rolle, so dass dem lustvoll-erotischen Lesevergnügen auch außerhalb dieser Zeit nichts im Wege steht. Wer also gerne etwas Erotisches liest, die Abwechslung mag und dabei auch gerne mal die Mundwinkel nach oben ziehen möchte, muss diese Geschichte einfach lesen!

Autorenlinks: Denise R. Leitner, Saskia Pasión, Stephanie Doreen Rosenberger und Florella Sander (soweit bekannt)

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„Die neue Kollegin“ von Natalie Rabengut

Die neue KolleginKurz und hoch-erotisch – „Die neue Kollegin“ von Natalie Rabengut

Der Inhalt

Die neue Kollegin startet in der Buchhaltung und versetzt ihre gegenüber-sitzende Kollegin sofort in prickelnde Hochspannung – das ist ihr noch nie passiert. Auch das folgt ist für sie Neuland …

Meine Empfehlung

Diese wirklich hoch-erotische Kurzgeschichte fängt die prickelnde Spannung eines ersten Kennenlernens in sehr gelungener Art und Weise ein. Der Leser kennt (hoffentlich) dieses „Schmetterlinge im Bauch-Gefühl“ und darf dieses Gefühl in dieser neue entstehende Romanze und dem daraus entstehenden „ersten Date“ mitfühlen, er wird regelrecht mitgerissen.

Der Autorin gelingt eine meisterhafte Momentaufnahme dieser Gefühlsstürme – die Geschichte ist kurzweilig und packend erzählt, und der Leser wünscht sich nichts sehnlicher als ebenso in diese Stürme zu geraten.

Autorenlink: Natalie Rabengut

„SexDiener“ von Alex Lain

SexDienerWieder eine Buchempfehlung zum Thema Unterwerfung – „SexDiener“ von Alex Lain.
Nachdem es bei meiner letzte Empfehlung um ein Kurzgeschichte über die weibliche Unterwerfung ging, nun ein Roman über die männliche Variante.

Der Inhalt

Er hat den Wunsch sich seiner Herrschaft unterwerfen, ihr zu dienen. Auf einer Auktion wird er schließlich gefunden und langsam in seine Rolle eingeführt. In fantasievollen, aber auch strengen Aufgaben unterwirft er sich als Diener für Häusliches, steht aber auch ansonsten mit seinem Körper Herrschaften beiden Geschlechts zur Verfügung.  Damit erfüllt sich sich sein Lebenstraum.

Meine Empfehlung

Dieser SM Roman, der sowohl als Print- als auch als eBook verfügbar ist, ist sicherlich nur etwas für Leser, die dem Thema SM wirklich offen gegenüber stehen. Denn es geht in der Handlung durchaus bizarr zur Sache, auch die Dialoge nutzen ein eher hartes Vokabular.

Was den Roman ausmacht, sind die durchaus tiefen und ungeschönten Einblicke in die bizarre Welt des SM, insbesondere in diese Spielart der Versklavung – einer erotischen Spielart, die nun mal ihren Reiz aus der Erniedrigung und Unterwerfung zieht.

Dem Autor gelingt nicht nur ein wirklichkeitsnahes Abbild eines solchen Szenarios – ihm gelingt es auch, den Leser in dieses Szenario mitzunehmen, es ihn mitleiden und miterleben zu lassen, mit allen den Hochs und Tiefs, die der Protagonist erlebt. Für mich war das Lesen dieses Romans ein wirklicher erotischer Genuß, gerade weil nichts verklärt wird, aber eben doch auch die hoch-erotische Dynamik dieser bizarren Spielart in überzeugender Weise beschreiben und dem (natürlich offenen) Leser nahe gebracht wird. Deswegen meine klare Leseempfehlung für Leser, die sich auf diese Art der bizarren Erotik einlassen können.

Autorenlink: (leider nicht bekannt)

„Morgenritual“ von Margaux Navara

MorgenritualEin sehr treffender Untertitel – „Morgenritual – Eine Geschichte von Dominanz und Unterwerfung“

Der Inhalt

Die Kurzgeschichte beginnt mit einem ungewöhnlichen, aber sehr reizvollen Morgenritual, bei dem Sie ihren Vorgesetzten in einem sehr detaillierten Ablauf bedient. Warum Sie sich darauf einlässt, weiß Sie nicht, Sie wurde in kleinen Schritten dahin geführt.

Doch dies war erst die erste Phase, die nächste Phase schließt auch ihre Wochenenden mit ein. Es geht also in kleinen Schritten weiter …

Meine Empfehlung

Diese sehr erotische BDSM-Kurzgeschichte liest sich viel zu schnell, aber der Leser wird durch die Weiterentwicklung der Handlung, die ihre Unterwerfung im Mittelpunkt hat, in den Bann gezogen. Die kleinen Schritte erzeugen beim Ihr eine Faszination, der Sie sich nicht entziehen kann (und der Leser ebenso wenig), im Gegenteil Sie geht diese Schritte nicht nur mit, am Ende sehnt Sie sich die nächsten Schritte sogar herbei.

Neben der übermittelten Faszination des Handlungsablaufs und Ihrer Entwicklung, besticht diese Kurzgeschichte mit einer sehr flüssigen und klaren Sprache, die immer den richtigen Ton trifft. Wieder einmal würde ich mich auf eine Fortsetzung sehr freuen – aber die Autorin hat ja auch noch andere Geschichten geschrieben.

Autorenlink: (leider nicht bekannt)

Wieder ein Kalender der heute ausläuft …

… zumindest mein Jahreskalender von 2012. Da ich weder etwas von Jahresrückblicken, noch von Vorsätzen für’s neue Jahr halte, erspar‘ ich uns das hier.

Es freut mich lediglich, dass mein kleiner Blog zumindest eine kleine Gruppe Interessierter gefunden zu haben scheint – und das obwohl ich ein ziemlicher Saison-(bzw. Phasen-) Arbeitender bin. Das wird sich wohl auch kaum ändern, denn es liegt sowohl an der Intensität meiner Lesephasen, als auch an den Phasen für’s Schreiben. Und nicht zuletzt stehe ich mir selbst sehr oft im Wege, da mir wahrscheinlich (wie im richtigen Leben) viel zu viel im Kopf rumschwirrt.

Das fängt schon bei der Auswahl an – obwohl ich mir hier ja schon alle Freiheiten nehme. Ich habe sehr gute eBooks gelesen, die bisher nicht auf diesem Blog erwähnt wurden, nur weil ich kein Romanzen oder Engel mag. Andere eBooks habe ich mit Lust verschlungen, wurden aber auch nicht erwähnt, weil die Grenzen zur Pornographie zumindest strapaziert schienen (wobei das eher ein Effekt Vorauseilender-Gehorsams ist, sprich ich dachte, andere könnten denken, dass …). Ganz abgesehen davon, dass ich natürlich auch bzgl. der Autoren möglichst viel streuen will, obwohl ich umgekehrt alles Neue von meinen Lieblingsautoren sofort verschlinge – was dazu führt, dass ich mir damit quasi ein „Backlog“ aufbaue. Man kann sich das Leben auch selbst richtig schön schwer machen.

Doch damit werde ich mich sicher auch weiterhin ‚rumschlagen und mir aber keinesfalls meine gute Laune und Lebenslust verderben lassen. Auch freue ich mich weiterhin auf Euer Feedback.

Ich wünsche Allen ein erfolgreiches, glückliches und höchst zufriedenes Jahr 2013, das Ihr hoffentlich bei bester Gesundheit verlebt!

Weiterhin viel Spaß beim Lesen!  (und das war jetzt das dritte „weiterhin“ hintereinander – also Autor werde ich sicherlich nicht).

„Machtspiele“ von Natalie Rabengut

Was passieren kann, wenn man die Regeln nicht kennt – „Machtspiele“ von Natalie Rabengut

Der Inhalt

Maggie erwartet ihren Meister zum Jahrestag, aber schon das Begrüßungsritual vermasselt sie. Zu ihrer Überraschung kommt er zudem nicht alleine, sondern hat ihr ein Spielzeug namens Oliver mitgebracht. Was Maggie nicht weiß: sie hat nur eine halbe Stunde, dann werden die Rollen getauscht …

Meine Empfehlung

Wieder einmal gelingt es der Autorin eine hoch-erotische Kurzgeschichte zu schreiben, die einfach nur Spaß macht zu lesen. Diesmal ist es eine SM-Geschichte, jedoch sollten auch „Nicht“-SMer ihre Freude daran haben. Die Handlung zeigt wie spielerisch es in SM-Sessions zugehen kann, aber auch dass Fairness dabei eine eher untergeordnete Rolle spielt – aus meiner Sicht ein durchaus sehr realistisches Szenario. Und genauso leicht und spielerisch wird eben dieses Szenario auch beschrieben – weder zu derbe, noch gar pornografisch. Es ist nicht bloß eine Abfolge von Handlungselementen, es schimmert immer auch die Lust, die Liebe und das Vertrauen hindurch, was dieses Buch wieder zu einem Lesegenuss werden lässt.

Mir jedenfalls hat dieses Buch ausgesprochen gut gefallen, hauptsächlich zum Einen wegen der direkten Intensität der Schreibkunst, zum Anderen wegen des überaus realistischen Plots. Deswegen eine klare Kauf- und Leseempfehlung meinerseits!

Autorenlink: Natalie Rabengut

„Lust“ von Justine Morgan

Ein treffenderen Titel gibt es nicht – „Lust“ von Justine Morgan

Dieser Sammelband beinhaltet drei erotischer Kurzgeschichten, die alle auch einzeln erhältlich sind:

Die Inhalte

  • „Tabulos im Büro“
    Eine junge Werksstudentin Vanessa verliebt sich in ihren Chef und beide beginnen eine Affäre. Leider wird sie in der Firma für eine Werksspionin gehalten und verliert nach einer Intrige den Job. Die Affäre geht jedoch nach einer kleinen Pause weiter …
  • „Der Cop“
    Michelle wird von einer Polizeikontrolle aufgehalten. Dummerweise hat sie in ihrem Kofferraum Dinge, die der Polizei nicht gefallen würden. Sie versucht alles um die Inspektion des Kofferraumes zu verhindern. Doch der Cop durchschaut ihr Spiel und sie landet in Handschellen, allerdings nicht auf der Polizeiwache. Das Spiel geht weiter …
  • „Artemis‘ Verführung“
    Die noch unschuldige Artemis lebt als kühne Jagdgöttin im Wald, ebenso wie der  attraktive Pan, der ein Auge auf sie geworfen hat. In ihrem Jagdrevier wird sie von Pan gejagt und schließlich gestellt und dabei sehr liebevoll in die Geheimnisse der Lust eingeweiht. Ihre bisher vergrabenen Gelüste brechen an die Oberfläche …

Meine Empfehlung

Drei eigenständige Geschichten, aber alle drei vereint die darin beschriebene unbändige erotische Lust ihrer Protagonisten. Alle Drei sind mit einer unglaublichen Leichtigkeit geschrieben, der Leser wird von den Geschehnissen sofort mitgerissen. Ob es das fast überfallartig explosive Zusammentreffen im Büro ist, oder das gekonnte Spiel zwischen Cop und „Opfer“, oder das mythische Jagdszenario einer Verführung – in jeder Zeile wird die darin enthaltene Lust zum Leser übertragen – und da kommt eine Menge derselben auf den Leser zu. Selbst wenn jemand mit dem einen oder anderen Szenarion für sich selbst wenig anfangen kann (ich selbst habe es normalerweise nicht so mit den Ausflügen in die Welt der Götter) wird man förmlich von der geballten Erotik und den lustvollen Ränkespielen überrollt, dass es eine Freude ist.

Dieser Sammelband „Lust“ steckt voller erotischer Energie und ist deshalb eine klare Kauf- und Leseempfehlung von mir.

Autorenlink: Justine Morgan

„Die Firmenfeier“ von Marion deSanters

Eine sehr hautnah-erotische Feier – „Die Firmenfeier“ von Marion deSanters

Der Inhalt

Aus einer eher langweiligen Firmenfeier entwickelt sich für Karin doch noch ein ungewöhnlicher Abend. Sie trifft dort auf Natalie, die Frau eines Kollegen ihres Mannes und quasi die Einzige, die in ihrem Alter schien. Nicht nur wegen des reichlich fließenden Alkohols, fühlt sich Karin sehr zu Natalie hingezogen. Als dann ihre Männer, als Opfer des Alkohols, auf die Zimmer verfrachtet werden, entwickelt sich im Folgenden ein heftiges Abenteuer in der Sauna, bei dem auch zwei Amerikaner Nebenrollen spielen dürfen.

Meine Empfehlung

Dieses Buch überzeugt durch seine Intensität, das – für den Leser – hautnahe Erleben der Erotik des beschriebenen Abends. Der Leser ist dicht dabei, erlebt Karins erste homoerotische Erfahrung, ihre Verwirrung, ihr Zögern, bis hin zu dem Punkt, wo sie es einfach erleben will. Die Autorin spiegelt das Gefühlsleben ihrer Hauptprotagonistin auch in der Sprache der Geschichte wieder – z.B werden ob ihrer Verwirrungen Sätze abgebrochen oder Gedankensprünge vollzogen. Dies erzeugt beim Leser – soweit er in der Lage ist sich darauf einzulassen – dieses Gefühl der intensiven Nähe zur Geschichte, um auch ihn in den Genuss zu bringen wie es ist, erotisches Neuland zu betreten.

Insgesamt ist es ein hoch-erotisches und intensives Erlebnis diese Geschichte bis zu Ende mitzuerleben. Mir zumindest hat es viel Freude bereitet und Lust auf mehr von dieser Autorin.

Autorenlink: Marion deSanters